Was in eine Revisionsunterlage gehört.
Für Kälte- und Klimaanlagen: die Dokumente der Hersteller je Bauteil und Ihre eigenen Nachweise, geordnet nach dem Leistungsverzeichnis. Und warum an dieser Mappe die Schlussrechnung hängt.
Was hineingehört
Ein typisches Beispiel für eine Kälteanlage. Was Ihr Auftraggeber genau verlangt, steht in seinem Leistungsverzeichnis.
Vom Hersteller, je Bauteil
- Datenblatt
- Betriebsanleitung
- Montageanleitung
- Wartungsanleitung
- EU-Konformitätserklärung oder Einbauerklärung
Von Ihnen, je Anlage oder Projekt
- Druck- und Dichtheitsprüfung
- Inbetriebnahmeprotokoll
- Anlagenbeschreibung und Kurzbedienungsanleitung
- Fachunternehmererklärung
- Logbuch, wenn das LV es verlangt
Beispiel, keine abschließende Liste. Grundlagen sind unter anderem DIN EN 378, die F-Gase-Verordnung und die Druckgeräterichtlinie.
Warum an der Mappe Geld hängt
In Bauverträgen ist ein Sicherheitseinbehalt üblich, bis zu 5 % der Abrechnungssumme. Fehlen die Revisionsunterlagen, halten Auftraggeber Geld zurück, bis sie vorliegen; manche Pflichtenhefte verlangen sie Wochen vor der Abnahme. Wie streng das gehandhabt wird, hängt vom Vertrag ab.
Quellen: Bauprofessor (Einbehalt), IWW (Einbehalt wegen fehlender Revisionsunterlagen), Pflichtenheft Revisionsunterlagen der Stadt Mülheim an der Ruhr.
Wer bestimmt, was in die Mappe gehört
Der Auftraggeber
Einen einheitlichen Standard gibt es nicht. Was hineingehört, schreibt der Auftraggeber im Leistungsverzeichnis oder in seinem Pflichtenheft vor. VDI 6026 beschreibt Inhalt und Beschaffenheit, öffentliche Bauherren haben eigene Richtlinien.
Ein gepflegtes Regelwerk
Welche Dokumente ein Bauteil braucht, steht in einem versionierten Regelwerk, das ein Fachmann aus dem Kälteanlagenbau pflegt. Was der Auftraggeber vorschreibt, geht immer vor.
Sie geben frei
Jede Zuordnung zeigt Typnummer, Seite und Dokumentart. In die Mappe kommt nur, was Sie bestätigt haben oder was eindeutig belegt ist.